„Wie sieht es denn hier aus?“ So reagieren viele, die städtische Gebäude betreten müssen, besonders die Schulen. Machen wir mehr Schmutz als früher? Nein.

Sondern die heutigen Verträge stellen den Putzkräften nicht genügend Zeit zur Verfügung,  die Räumlichkeiten angemessen zu reinigen. Zum anderen liegt die stärkere Verschmutzung auch daran, dass die Stadt die Reinigungsleistungen europaweit ausschreiben muss. Auch wenn die Firmen hiesiges Personal anheuern, sitzen die Chefs häufig außerhalb sind daher nur schwer oder gar nicht erreichbar, wenn akute Probleme auftauchen. Bekanntlich sind Putzkolonnen oft abends nach Ende der üblichen Bürostunden im Einsatz.

Die SPD beantragt daher, die Reinigung wieder in städtischer Regie auszuführen. „Wenn die Reinigungskräfte bei der Stadt angestellt sind, wird sich das sehr positiv auf die Reinigungsleistungen auswirken“, ist sich Ratsmitglied Lothar Slon sicher. Als Vorsitzender des Kultur- und Sportausschusses kennt er die Probleme in den städtischen Sporthallen. In einem ersten Schritt sollen die Kosten verglichen werden, in einem zweiten Schritt sollen die Verträge gekündigt werden oder sie sollen auslaufen und eigene Mitarbeiter eingestellt werden. „Es geht letztlich auch darum, unsere Immobilien in einem ordentlichen Zustand zu erhalten“, so Marita Haude. „Das ist nicht nur eine Frage des Werterhaltes, sondern auch der Nachhaltigkeit.“