Die Auszählung läuft, die Spannung steigt. 460.000 Mitglieder der SPD haben in diesen Tagen über den Gang ihrer Partei in eine Koalition mit CDU und CSU entschieden. Dies haben die Sozialdemokraten im Kreis Steinfurt am Montag zum Anlass genommen, um sich in Stroetmanns Fabrik nochmals über die Argumente auszutauschen. Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer stand den Genossen dabei Rede und Antwort. Einerseits ging es um die konkreten Vorhaben des Koalitionsvertrages oder um die Besetzung der Ministerien. Andererseits wurden Fragen aufgeworfen nach der langfristigen Zielsetzung der Partei und der Schärfung ihres Profils für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Natürlich spielten andererseits auch weitergehende Überlegungen rund um Neuwahlen oder Minderheitsregierung als Alternativen zu einer Koalition eine Rolle.

„Dass beide Seiten mit ihren Argumenten nochmal zu Wort kommen konnten, das war uns wichtig“, fasst der Kreisvorsitzende, Jürgen Coße, die Diskussion zusammen. Man habe sachlich und respektvoll diskutiert. Nun gehe es darum nach vorne zu blicken und das Ergebnis, wie auch immer es ausfällt, geschlossen zu tragen. Die Resultate des Mitgliedervotums werden am 04. März in Berlin verkündet.