„Gut, dass Sie so hartnäckig geblieben sind.“ Das hören wir selten von der CDU; vor allem, wenn sie vor zwei Monaten noch eine der unseren entgegengesetzte Position a durchsetzten. Was ist passiert, und warum beschäftigte sich der Jugendhilfeausschuss am Montag noch einmal mit den Kita-Beiträgen für die Monate Juni und Juli?

Eltern kleinerer Kinder haben ein anstrengendes Jahr. Für viele fiel lange Zeit die Kita aus, nicht nur als Ort der Betreuung, sondern auch als Quelle von Anregungen und der Ort, wo Kinder ihre Freunde treffen. Auch die Großeltern-Betreuung mussten viele für lange Zeit entbehren.

Deshalb setzte sich die SPD im Rat schon vor den Sommerferien dafür ein, dass den Eltern ihre Beiträge auch für die Monate Juni und Juli erlassen werden, auch wenn die Kitas allmählich ihren Betrieb von der Notbetreuung wieder ausdehnten. Damit befand sie sich im Einklang mit einer Reihe anderer Kreiskommunen. DIe schwarz-gelbe Landesregierung gab unterdessen ständig wechselnde Zeichen. Unter den Umständen wollten CDU und UWE Ende Juni noch, dass Eltern die halben Beiträge entrichten.

Während der Sommerferien gab es endlich mehr Klarheit aus Düsseldorf. Darauf erneuerte Marita Haude, SPD-Fachfrau im Jugendhilfeausschuss, den Antrag auf Gebührenbefreiung im Juni und Juli.

Nachdem in vielen Kommunen in NRW Bewegung in Sachen Elternbeiträge für die Monate Juni und Juli zu verzeichnen war,  wird es nun auch in Emsdetten e

ine Lösung im Sinne der betroffenen Eltern geben. Endlich signalisierten nun auch CDU und UWE einen Sinneswandel.
Die Verwaltung legte deshalb den Vorschlag vor, den bereits gefassten Ratsbeschluss aufzuheben und dem Antrag der SPD Fraktion zuzustimmen und damit die geleisteten Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung für Juni und Juli zu erstatten. Das Land beteiligt sich nur zu 25% an dieser Erstattung, die restlichen Mittel müssen ausschließlich aus dem Stadtsäckel finanziert werden.
Der Jugendhilfeausschuss am Montag stimmte dem einstimmig zu; am Dienstag wird es hoffentlich auch der Rat tun.

Ein weiterer Lichtblick: Im Moment können alle Kitas im Regelbetrieb arbeiten.