Vorfahrt für die "Kaddi"

Nachdem die Verwaltung vor drei Jahren – als es zuletzt um die Schließung der PGS ging – noch leugnete, dass aus den derzeitigen Kindergartenkinder einmal Schulkinder werden, hat sich einiges getan. Das beweist die Erweiterung der Josefschule. Offensichtlich ist dies aber nicht genug, um auch in den kommenden Jahren alle 6-10jährigen gut unterzubringen. Im Vorfeld des Etats hat die Verwaltung nun einen mittelfristigen Arbeitsplan aufgestellt, in welcher Reihenfolge sie auch andere Schulen erweitern möchte.

An erster Stelle steht dabei die Wilhelmschule. Obwohl das Grundstück dort recht eng ist, ist das wegen der vielen neuen Wohngebiete im Norden unumgänglich. Während der Bauphase wird sie übrigens auch wieder auf das PGS-Gebäude zurückgreifen müssen. Schade, dass CDU und UWE die Sanierungsmaßnahmen dafür seinerzeit abgelehnt haben!

Die Frage ist, welche Schule steht als zweite auf dem Plan? Die Verwaltung schlägt dafür Hollingen vor. Auch hier hat die Schüler*innenzahl in den letzten Jahren vom Baugebiet Lerchenfeld profitiert. Aber gerade deshalb war die Stadt dort auch bereits aktiv. Die SPD sieht einen deutlich größeren Bedarf bei der Kardinal-von-Galen-Schule.
„Warum sonst steht bereits in diesem Haushalt ein Antrag für einen Schulraumcontainer genau für diese Schule?“ wies Elmar Schumacher, Vertreter der SPD im Schulausschuss, auf das Offensichtliche hin. Er kennt die Alltagsprobleme der Schule aus eigener Anschauung: „Die Kardinal-von-Galen-Schule verfügt über keine Aula¨. Das Elternsprechzimmer wird auch als Büro für die Schulsozialarbeit und für Besprechungen nach Unterrichtsbesuchen genutzt. Der gemeinsame Anfang aller Schülerinnen und Schüler am Montagmorgen muss im Eingangsbereich und Treppenhaus stattfinden. Projekte der Schulsozialarbeit mit Klassen oder einzelnen Schülergruppen können nur eingeschränkt stattfinden oder die Qualität leidet durch das fehlende Raumangebot.“

Die zu erwartenden steigenden Kinderzahlen und die stärkere Nutzung der OGS werden tendenziell die bestehenden Platznöte weiter verschärfen.

Es ist Zeit zu handeln statt abzuwarten!