Persönliches Statement von Bürgermeister-Kandidat Dr. Thomas Kock zur Westumgehung:

„Ich finde es gut, dass sich Vertreterinnen und Vertreter des grünen und des roten W getroffen haben und vereinbart haben, sprachlich zurückhaltender vorzugehen. Der Stil mancher Äußerungen und manche Anfeindungen waren wirklich nur schwer zu ertragen.
Das Problem um die Westumgehung ist, dass es nicht nur ein schwarz oder weiß gibt, dass beide Seiten sehr gute Argumente auf ihrer Seite haben.
Die Gegner der Westumgehung haben natürlich recht, wenn sie auf die Zerstörung von Natur verweisen, auf Einschränkungen in der Naherholung. Die Umgehung führt nicht durch den Brook, wie oft geschrieben wird, aber doch gerade am Lauftreff dicht am Brook vorbei und dies ist sicherlich der sensibelste Punkt der Strecke. Hier ist es schwer für die Befürworter, eine gute Antwort zu geben.
Auf der anderen Seite können die Befürworter der Umgehung, zu denen ich auch gehöre, darauf verweisen, dass gemäß den Gutachten durch die Umgehung 70% Prozent des Schwerlastverkehrs aus Emsdetten rausgehalten wird. 7 von 10 LKWs weniger in der Stadt – das ist eine Menge und gerade diese Entlastung werden die Menschen an den Hauptverkehrsstraßen deutlich spüren. Umweltschutz bedeutet eben auch weniger Dreck und Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohnern von Straßen. Wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren gerade in Reckenfeld neu gebaut worden ist – DHL und das Megacenter von Fiege – dann wird der LKW-Verkehr eher zunehmen als abnehmen.
Hierauf, finde ich, können die Gegner der Westumgehung nicht antworten. Auf eine irgendwann kommende Verkehrswende zu verweisen, ist da zu wenig. Wir brauchen jetzt Lösungen.
Diese Argumente muss man abwägen, leider ist ein Kompromiss in dieser Frage nicht möglich. Entweder man ist für die Straße oder dagegen. Wie gesagt, beide Seiten haben gute Argumente.
Den, der anderer Meinung ist, zu beschimpfen, hilft allerdings nicht weiter.
Übrigens, über den Bau der Umgehung wird nicht bei der Kommunalwahl entschieden. Es gibt eindeutige Rats- und Kreistagsbeschlüsse. Egal, wer in Emsdetten Bürgermeister wird, hätte diese Beschlüsse umzusetzen.“