Bürgermeister-Kandidat Dr. Thomas Kock informiert sich bei verschiedenen Emsdettener Unternehmen, wie sie durch die Zeiten der Pandemie kommen. Zusammen mit Marita Haude, SPD-Kandidatin für den Wahlkreis 17, besuchte Thomas Kock jetzt die Jürgens Gießerei und Maschinenbau.

Der geschäftsführende Gesellschafter Albert Andreas Jürgens erläuterte, dass die Pandemie die Firma vor erhebliche Herausforderungen gestellt habe. Die Holding beschäftigt etwa 250 Mitarbeiter*innen. „Wir müssen die Kernmannschaft auf jeden Fall erhalten“, so Jürgens. Dabei handele es sich um sehr gut ausgebildete Facharbeiter, die auf keinen Fall ersetzt werden könnten. Man habe deshalb vor allem auf das Mittel der Kurzarbeit gesetzt. Jürgens begrüßte es sehr, dass es jetzt Bestrebungen gebe, das Kurzarbeitergeld zeitlich auf bis zu 24 Monate auszudehnen. „In unserem Kernbereich, der Gießerei, haben wir bis zu 25 % Umsatzeinbußen“, machte Jürgens deutlich. Trotzdem sei er langfristig optimistisch, dass die Firma gerade durch die vielen Investitionen in den letzten Jahren sehr gut aufgestellt sei und dass man die Krise meistern werde. „Gerade dass wir Maschinenteile für spezielle Bedürfnisse liefern, ist unsere Stärke.“

Einig waren sich Unternehmensleitung und die Gäste aus der Politik, dass die Stadt unbedingt in die Digitalisierung investieren müsse. Das von Dr. Thomas Kock formulierte Ziel, in den nächsten fünf Jahren allen Haushalten einen Glasfaseranschluss zu ermöglichen, sei unbedingt zu erreichen. Wenn die Pandemie eins gezeigt habe, dann, dass man die Digitalisierung brauche. „Wie viele andere setzen auch wir stärker auf Videokonferenzen; in bestimmten Bereichen müssen wir sehen, dass Homeoffice funktionieren kann“, erläuterte Jürgens. Übereinstimmung gab es auch beim Thema Wohnungsbau. Um Fachkräfte zu gewinnen, sei es dringend notwendig, in neue Wohnungen zu investieren. Mieten müssten in Emsdetten bezahlbar bleiben. Am Ende bedankten sich Dr. Kock und Marita Haude für das sehr informative Gespräch.