SPD Frauenfrühstück

Der Kreis Steinfurt ist weitläufig. Häufig gerät da der Meinungs- und Informationsaustausch untereinander zur wohlgemeinten Absichtserklärung. Die SPD-Frauen im Kreis bauen dem vor und treffen sich einmal jährlich zu einem Frauenfrühstück, am Sonntag nach dem Internationalen Frauentag. Der Ort wechselt. Zum 100jährigen der SPD Emsdetten war natürlich angesagt, sich hier zu treffen.

Manuela Teupe, die Kreisvorsitzende der SPD-Frauen erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts noch viele Defizite auf dem Wege zur wirklichen Gleichberechtigung aufzuholen seien. Deshalb rief sie gerade die jüngeren Frauen auf, jetzt politisch aktiv zu werden. Die Emsdettener SPD-Vorsitzende Marita Haude wies darauf hin, dass die Anliegen von Frauen im Moment stark in den Medien beachtet würden, diesen Impuls gelte es zu nutzen. In diesem Zusammenhang berichtete sie von der internationalen Tanzaktion „One Billion Rising“ gegen Gewalt gegen Frauen. Der Name stammt von einer UN-Untersuchung, wonach ein Drittel aller Frauen auf der Welt in ihrem Leben mindestens einmal Opfer von Gewalt geworden ist. Unter Koordination von Emsdettens neuer Gleichstellungsbeauftragen Alina Saak und fachlicher Anleitung durch die Tanzschulen von YouR Dance und Young and Old hatten sich etwa 400 Frauen und Männer auf dem Brink versammelt.

Gleichzeitig sei der jetzige Bundestag so männlich wie schon lange nicht mehr. Deshalb appellierte sie dazu, die Kampagne #mehr frauenindieparlamente des überparteilichen Deutschen Frauenrates zu unterstützen (https://www.frauenrat.de/petition-mehrfrauenindieparlamente/), nicht nur mit Blick auf Berlin sondern auch auf die im nächsten Jahr bevorstehenden Kommunalwahlen. Nur so könnten Frauen gewährleisten, dass ihre Interessen auch jenseits von Feier- und Gedenktagen die nötige Beachtung finden.

Kulturelles Highlight des Vormittags war der Auftritt des Rheiner Chores „Hochkant“ mit Band. Ein bunter Mix aus Fröhlichem, Romantischen, Flottem und Bissigen unterhielt die Frauen. Respekt gab es nicht nur für das sängerische Können, sondern auch für einige Stücke mit eigenen Texten, so gleich dem Einstieg mit der regionalen Variante der Route 66: „B 70“. Auch die versammelten Frauen wurden in zwei Mitmachstücken einbezogen.